Sebastian 22 | Veröffentlicht am |
Unterhaltsreinigung: Warum „regelmäßig sauber“ der Standard ist – nicht die Ausnahme
Unterhaltsreinigung klingt erstmal nach Verwaltung, nach Pflichtprogramm, nach „macht halt jemand“. In der Realität ist sie einer der größten Hebel für Außenwirkung, Hygiene und Werterhalt – und gleichzeitig einer der häufigsten Gründe für Stress im Alltag.
Denn hier passiert’s: Du glaubst, du hast Reinigung gebucht. Aber im Büro sieht’s trotzdem „so mittel“ aus. Die Küche kippt nach drei Tagen. Im WC fehlen Seife oder Papier. Und in Ecken sammelt sich Staub, den niemand mehr wahrnimmt – bis der Kunde ihn sieht.
Die Wahrheit ist simpel: Unterhaltsreinigung funktioniert nur, wenn Umfang, Taktung und Qualitätskontrolle stimmen. Alles andere ist Glückssache.
In diesem Beitrag bekommst du eine klare, praxisnahe Übersicht: Was Unterhaltsreinigung wirklich ist, welche Leistungen typischerweise dazugehören, welche Intervalle sinnvoll sind und worauf du beim Anbieter und im Vertrag achten musst.
Was ist Unterhaltsreinigung?
Unterhaltsreinigung ist die regelmäßige, wiederkehrende Reinigung von Innenbereichen in definierten Intervallen (z. B. täglich, mehrmals pro Woche, wöchentlich). Ziel ist nicht „einmal sauber machen“, sondern ein dauerhaft gepflegter Zustand.
Im Gegensatz dazu steht:
Grundreinigung: Intensivreinigung, die tiefer geht (hartnäckiger Schmutz, Randbereiche, Detailarbeit)
Sonderreinigung: z. B. Teppichreinigung, Bauendreinigung, Desinfektionsmaßnahmen nach Bedarf
Glasreinigung: häufig separat, weil Aufwand und Technik anders sind
Merksatz, wie man’s seit jeher sauber trennt:
Unterhaltsreinigung hält den Standard. Grundreinigung hebt ihn wieder an.

Welche Leistungen gehören zur Unterhaltsreinigung?
Der Kern ist immer gleich – die Unterschiede entstehen durch Objektart, Nutzung und Hygieneanforderung. Typische Bausteine:
1) Büro- und Arbeitsplatzbereiche
Mülleimer leeren, Mülltrennung
Sichtflächen reinigen (Tische, Sideboards, Fensterbänke)
Staubwischen (je nach Vereinbarung)
Böden saugen / feucht wischen (je nach Bodenart)
2) Sanitärreinigung (kritischer Bereich)
WC, Urinale, Waschbecken, Armaturen reinigen
Spiegel, Fliesen-Sichtbereiche
Desinfizierende Reinigung nach Bedarf
Nachfüllen: Seife, Papier, Handtücher
3) Küche / Teeküche
Arbeitsflächen, Spüle, Fronten außen
Bodenreinigung
Mülleimer / Bioabfall (wenn vorhanden)
Hygienische Reinigung von Touchpoints (Griffe, Schalter)
4) Verkehrsflächen & Gemeinschaftsbereiche
Eingangsbereich, Flure, Treppenhaus (je nach Objekt)
Empfang / Lobby
Meetingräume (Tische, Böden, Touchpoints)
Wichtig: Eine gute Gebäudereinigung arbeitet mit einem klaren Reinigungsplan pro Bereich. Sonst ist alles „nach Gefühl“ – und genau das willst du nicht.
Unterhaltsreinigung: Welche Intervalle sind sinnvoll?
Die Frage ist nicht „Wie billig kriegen wir’s hin?“, sondern: Welche Bereiche kippen am schnellsten? Genau die bekommen die höchste Frequenz.
Praxis-Regel:
Sanitär + Küche: am häufigsten (hier entscheidet sich der „Sauberkeits-Eindruck“)
Böden in Laufwegen: regelmäßig (Eingang, Flur, Meeting)
Arbeitsplätze: nach Bedarf (oft 1–3x pro Woche ausreichend, je nach Teamgröße)
Detailflächen: weniger häufig, aber fest eingeplant
Beispiele (als Orientierung)
Kleines Büro (5–15 Personen): 2–3x/Woche kann reichen, Sanitär/Küche im Fokus
Mittleres Büro (15–50 Personen): 3–5x/Woche, je nach Kundenverkehr
Praxis / Kanzlei mit Publikumsverkehr: Sanitär und Empfang eher hoch takten
Treppenhaus / Mehrparteien: abhängig von Laufkundschaft und Witterung
Wenn du Unterhaltsreinigung in Städten wie Hamburg, Berlin oder Stade planst: Gerade im Winter ist der Schmutzeintrag brutal. Dann entscheidet die Bodenpflege im Eingangsbereich über „gepflegt“ oder „abgerockt“.
Was kostet Unterhaltsreinigung? Die echten Kostenfaktoren
Die meisten wollen einen „Preis pro m²“. Verständlich – aber zu grob.
Die realen Preistreiber sind:
Reinigungsfrequenz (täglich vs. 2x/Woche)
Sanitäranzahl (und wie stark genutzt)
Küche / Aufenthaltsbereich (Fett, Krümel, Touchpoints)
Bodenart (Teppich vs. Hartboden; empfindliche Oberflächen)
Schmutzeintrag (Winter, Baustellen, Publikumsverkehr)
Reinigungszeitfenster (früh/spät kann organisatorisch aufwändiger sein)
Qualitätsmanagement (Kontrollen, Ansprechpartner, Doku)
Wenn du Angebote vergleichst, frag nicht zuerst nach „Preis“. Frag nach:
„Was genau ist drin – und wie wird Qualität abgesichert?“
Ohne das ist jeder Preis wertlos.

Die 6 häufigsten Fehler bei Unterhaltsreinigung (und wie du sie vermeidest)
Keine klare Leistungsbeschreibung
Ergebnis: Diskussionen. Immer. Ein sauberer Vertrag ist billiger als jeder Streit.Sanitär unterschätzt
Sanitär ist der Ort, an dem dein Objekt „ehrlich bewertet“ wird. Da gibt’s keine Ausreden.Keine Qualitätskontrolle
Wenn keiner prüft, rutscht der Standard. Das ist kein Vorwurf – das ist menschlich.Zu wenig Zeit eingeplant
Wenn das Team zu knapp kalkuliert, wird nicht „schlechter gereinigt“ – es wird schlicht weggelassen.Kein fester Ansprechpartner
Ohne klare Kommunikation eskalieren Kleinigkeiten zu Dauerproblemen.Keine Grundreinigung eingeplant
Unterhaltsreinigung hält den Standard – aber sie ersetzt keine Tiefenpflege.
So erkennst du eine gute Reinigungsfirma
Wenn du eine Reinigungsfirma auswählst (oder wechseln willst), achte auf diese Punkte:
Gibt es einen Reinigungsplan pro Raumtyp?
Sind Frequenzen und Leistungen klar aufgelistet?
Gibt es eine Qualitätssicherung (Checklisten, Kontrollen, Nachbesserung)?
Hast du einen Ansprechpartner, der erreichbar ist?
Gibt es eine Lösung für Vertretung bei Ausfall?
Werden Mittel und Verfahren oberflächenschonend eingesetzt?
Ein professioneller Reinigungsdienst verkauft dir nicht „wir machen sauber“, sondern ein System, das Sauberkeit zuverlässig liefert.
Unterhaltsreinigung im Vertrag: Das sollte drinstehen
Damit du nicht später über Basics diskutierst, gehören diese Punkte sauber geregelt:
Leistungsumfang (Raum für Raum, Tätigkeit für Tätigkeit)
Häufigkeit (z. B. Mo–Fr / 3x Woche / Fix-Tage)
Uhrzeit / Zugang (Schlüssel, Alarmanlage, Zutrittsregel)
Verbrauchsmaterial (stellt ihr oder der Dienstleister?)
Qualitätskontrolle & Nachbesserung (wie schnell, wie dokumentiert?)
Sonderleistungen (Glas, Grundreinigung, Teppich) separat definiert
Kündigungsfristen / Anpassungsoptionen (wenn Team wächst)
Das ist „old school“ – aber genau so werden saubere Dienstleistungsverhältnisse seit Jahrzehnten stabil geführt: klarer Plan, klare Zuständigkeiten, klare Kontrolle.
Fazit: Unterhaltsreinigung ist ein Standard-Thema – aber du solltest es wie ein Premium-Thema behandeln
Unterhaltsreinigung ist nicht glamourös. Aber sie entscheidet täglich über den Eindruck, den dein Unternehmen hinterlässt – bei Kunden, Bewerbern und deinem eigenen Team.
Wenn du sie sauber aufsetzt, passiert das Beste, was passieren kann:
Du musst nicht mehr darüber nachdenken.
FAQ: Unterhaltsreinigung
Die wichtigsten Fragen rund um Unterhaltsreinigung, Leistungen, Intervalle und Qualität – kurz, klar und snippet-tauglich.
Was ist Unterhaltsreinigung genau?
Unterhaltsreinigung ist die regelmäßige, wiederkehrende Reinigung von Innenbereichen in festen Intervallen (z. B. täglich, mehrmals pro Woche oder wöchentlich). Ziel ist ein dauerhaft gepflegter Zustand – nicht nur „einmal sauber“, sondern kontinuierlich sauber.
Welche Leistungen gehören typischerweise zur Unterhaltsreinigung?
Typisch sind Müllentsorgung, Reinigung von Böden (saugen/wischen), Sichtflächenreinigung, Sanitärreinigung inkl. Nachfüllen von Verbrauchsmaterial sowie die Reinigung von Küchen-/Teeküchenbereichen. Der genaue Umfang wird im Leistungsplan festgelegt.
Was ist der Unterschied zwischen Unterhaltsreinigung und Grundreinigung?
Unterhaltsreinigung hält den Sauberkeitsstandard im Alltag. Eine Grundreinigung geht deutlich tiefer und entfernt hartnäckige Verschmutzungen, reinigt Randbereiche und Details (z. B. intensive Bodenpflege). Grundreinigungen erfolgen meist in größeren Abständen, z. B. 1–4x pro Jahr.
Wie oft sollte Unterhaltsreinigung stattfinden?
Die Frequenz hängt von Nutzung, Teamgröße und Kundenverkehr ab. Sanitär und Küche sollten meist häufiger gereinigt werden als Arbeitsplätze. Viele Büros fahren gut mit 2–5 Reinigungen pro Woche – in stark frequentierten Objekten auch täglich.
Wovon hängen die Kosten der Unterhaltsreinigung ab?
Kostenfaktoren sind u. a. Reinigungsfrequenz, Sanitär-/Küchenaufwand, Bodenarten, Schmutzeintrag, Objektzugang sowie gewünschte Zeiten (morgens/abends). Ein detaillierter Leistungsplan macht Angebote vergleichbar.
Ist Fenster- und Glasreinigung Teil der Unterhaltsreinigung?
Meist nicht automatisch. Glas- und Fensterreinigung wird häufig als separate Leistung angeboten, weil Aufwand, Technik und Intervalle anders sind. Innenverglasung kann je nach Vertrag integriert sein.
Wie wird die Qualität bei der Unterhaltsreinigung gesichert?
Über Checklisten pro Bereich, regelmäßige Sichtkontrollen, feste Ansprechpartner und klare Nachbesserungsprozesse. Ohne Qualitätskontrolle sinkt der Standard erfahrungsgemäß mit der Zeit.
Kann die Unterhaltsreinigung außerhalb der Arbeitszeiten erfolgen?
Ja. Viele Objekte werden früh morgens oder abends gereinigt. Wichtig sind geregelter Zugang (Schlüssel/Alarmanlage), klare Zeitfenster und eine Vertretungslösung bei Ausfällen.
Welche Infos braucht eine Reinigungsfirma für ein passendes Angebot?
Fläche, Raumaufteilung, Anzahl Arbeitsplätze, Sanitär-/Küchenanzahl, Bodenarten, gewünschte Frequenz und Zeiten. Zusätzlich helfen Infos zu Schmutzeintrag und gewünschten Sonderleistungen (z. B. Glas, Teppich, Grundreinigung).
Was sollte im Vertrag zur Unterhaltsreinigung unbedingt geregelt sein?
Leistungsumfang (Raum für Raum), Frequenz, Reinigungszeiten, Zugang/Schlüssel, Verbrauchsmaterial, Qualitätskontrolle/Nachbesserung, Sonderleistungen sowie Kündigungs- und Anpassungsregeln. Klare Regeln verhindern spätere Diskussionen.