Büroreinigung: Warum Sauberkeit im Büro mehr ist als “einmal drüberwischen”

Büroreinigung ist eines dieser Themen, die man gerne aufschiebt – bis es weh tut. Ein Kunde steht im Empfang, der Konferenztisch klebt noch vom letzten Meeting, im Sanitärbereich fehlt Papier und irgendwo riecht’s “komisch”. Das Problem: In dem Moment ist der Eindruck schon entstanden. Und der ist schwer wieder einzufangen.

Sauberkeit im Büro ist nicht nur Optik. Es ist Hygiene am Arbeitsplatz, es ist Arbeitsschutz, es ist Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden – und am Ende auch schlicht: Image. Wer ein ordentliches Büro hat, wirkt organisiert. Wer Chaos hat, wirkt… wie Chaos.

In diesem Beitrag zeige ich dir, was eine professionelle Büroreinigung wirklich umfasst, welche Intervalle Sinn machen, welche Fehler Unternehmen häufig begehen – und wie du eine Reinigungsfirma so steuerst, dass du am Ende auch wirklich den Standard bekommst, den du bezahlst.

Was bedeutet Büroreinigung eigentlich genau?

Unter Büroreinigung versteht man die regelmäßige Reinigung von Arbeitsplätzen, Gemeinschaftsflächen und Sanitärbereichen – meistens als Unterhaltsreinigung (also wiederkehrend, z. B. täglich oder wöchentlich). Ziel ist ein dauerhaft gepflegtes Büro, nicht nur ein “Frühjahrsputz”.

Typische Bereiche:

  • Arbeitsplätze (Tische, Sichtflächen, Mülleimer)

  • Küchen / Teeküchen (Spülen, Flächen, Geräte außen)

  • Sanitärbereiche (Toiletten, Waschbecken, Spiegel, Verbrauchsmaterial)

  • Böden (Saugen, Wischen, punktuelle Fleckenentfernung)

  • Meetingräume (Tische, Boden, Touchpoints wie Türgriffe)

Wichtig: Büroreinigung ist nicht automatisch “alles”. Viele erwarten Leistungen, die nie beauftragt wurden – und wundern sich dann über das Ergebnis. Gute Reinigung beginnt mit einer klaren Leistungsbeschreibung.

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Warum professionelle Büroreinigung sich sofort rechnet

Es gibt drei harte Gründe (und einen, den viele unterschätzen):

  1. Weniger Krankheitsausfälle durch bessere Hygiene
    Türklinken, Lichtschalter, Kaffeemaschine, Kühlschrankgriff – alles sind Keim-Hotspots. Wer diese Kontaktflächen regelmäßig reinigt, reduziert das Risiko von “Büro-Wellen” (Erkältung, Magen-Darm etc.).

  2. Produktivität und Fokus
    Ein sauberes Umfeld reduziert mentalen Stress. Das ist kein Esoterik-Argument, das ist Alltag: Niemand arbeitet gern im Dreck.

  3. Kundenwirkung / Arbeitgebermarke
    Bewerber und Kunden lesen Räume. Ein gepflegtes Büro wirkt wie ein gepflegtes Unternehmen.

  4. Werterhalt
    Böden, Teppiche, Küchenfronten, Sanitäranlagen: Regelmäßige Pflege verhindert teure “irgendwann muss alles neu”-Aktionen.

Welche Leistungen gehören typischerweise zur Büroreinigung?

Damit du das sauber greifen kannst, hier ein praxistauglicher Überblick – so wird es “klassisch richtig” gemacht:

1) Unterhaltsreinigung (regelmäßig)

  • Mülleimer leeren, Mülltrennung

  • Oberflächenreinigung (Sichtflächen)

  • Küchenflächen reinigen, Spüle desinfizierend reinigen

  • Sanitär reinigen + Verbrauchsmaterial nachfüllen

  • Böden saugen/wischen

  • Touchpoints: Türgriffe, Schalter, Handläufe

2) Glas- und Fensterreinigung (periodisch)

  • Innenverglasung, Trennwände, Glastüren

  • Außenfenster nach Erreichbarkeit

  • Rahmen und Falze (oft vergessen, macht aber den Unterschied)

3) Grundreinigung (nach Bedarf)

  • Intensivreinigung von Böden (z. B. Beschichtung, Maschinenreinigung)

  • Küche tief reinigen (Fugen, Sockel, Geräte detail)

  • Sanitär entkalken / Fugenpflege

4) Sonderleistungen (bei Bedarf)

  • Teppichreinigung / Polsterreinigung

  • Bauendreinigung nach Umbau

  • Hygienereinigung bei erhöhten Anforderungen

Das ist übrigens der Punkt, wo viele Unternehmen falsch einkaufen: Sie buchen “Büroreinigung”, aber bräuchten eigentlich eine Kombination aus Gebäudereinigung (Basis) + Glas + periodischer Grundreinigung.

Wie oft sollte ein Büro gereinigt werden?

Das hängt weniger von “Quadratmetern” ab – sondern von Nutzung.

Faustregeln aus der Praxis:

  • Sanitär + Küche: bei normalem Betrieb mindestens 2–5x pro Woche, bei viel Publikumsverkehr eher täglich

  • Arbeitsplätze / Gemeinschaftsflächen: 1–3x pro Woche (je nach Teamgröße)

  • Böden: stark abhängig von Schmutzeintrag (Eingang, Winter, Baustellen, Teppich vs. Hartboden)

  • Glas innen: 1–2x pro Monat (bei viel Glasflächen auch öfter)

  • Grundreinigung: 1–4x pro Jahr (je nach Standard)

Wenn du willst, dass ein Büro “immer sauber wirkt”, brauchst du nicht zwangsläufig täglich alles – du brauchst die richtigen Prioritäten: Sanitär, Küche, Touchpoints, Böden im Eingangsbereich.

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Der Ablauf einer professionellen Büroreinigung (so läuft’s bei guten Teams)

Eine Reinigungsfirma fürs Büro ist dann gut, wenn sie nicht nur “reinigt”, sondern führt:

  1. Begehung & Ist-Zustand
    Material, Bodenarten, Nutzerverhalten, sensible Bereiche (IT, Server, Empfang)

  2. Leistungsplan & Reinigungsintervalle
    Klare Checkliste pro Raumtyp (Büro, Meeting, Küche, WC)

  3. Material- und Chemieauswahl
    Nicht jede Oberfläche verträgt alles. Wer “ein Mittel für alles” nutzt, zerstört langfristig Material.

  4. Qualitätssicherung
    Sichtkontrollen, Dokumentation, Ansprechpartner, Nachbesserungsprozesse

  5. Feintuning nach 2–4 Wochen
    Realer Bedarf zeigt sich erst im Alltag. Dann wird nachjustiert.

Kosten für Büroreinigung: Was treibt den Preis – und was ist fair?

Ich sage es dir direkt: Wer nur “Preis pro m²” vergleicht, kauft sich oft Probleme ein.

Kostenfaktoren:

  • Reinigungsfrequenz (täglich vs. 2x/Woche)

  • Sanitäranzahl & Küchenaufwand

  • Bodenart (Teppich, Stein, PVC, Parkett)

  • Schmutzeintrag (Lage, Winter, Baustellen, Kundenverkehr)

  • Uhrzeit (früh morgens/abends kann teurer sein)

  • Sonderleistungen (Glas, Grundreinigung, Verbrauchsmaterial)

Was fair ist, hängt stark von Region, Objekt und Leistungsumfang ab. Wichtig ist: Ein Angebot muss transparent aufschlüsseln, was inklusive ist und was nicht. Sonst diskutierst du später über “war doch klar” – und keiner gewinnt.

Die 7 häufigsten Fehler bei Büroreinigung (und wie du sie vermeidest)

  1. Keine klare Leistungsbeschreibung
    Ergebnis: Jeder denkt was anderes. Klassiker.

  2. Zu seltene Sanitärreinigung
    Das fällt sofort auf – und wirkt unprofessionell.

  3. Keine Kontrolle
    Wenn niemand kontrolliert, sinkt der Standard. Immer.

  4. Wechselnde Reinigungskräfte ohne Übergabe
    Qualität bricht ein, weil niemand dein Objekt “kennt”.

  5. Falsche Prioritäten
    Hochglanz-Schreibtisch aber dreckige Küche – das killt die Wirkung.

  6. Kein Plan für Sonderreinigungen
    Grundreinigung, Glas, Teppich – muss geplant sein, nicht spontan.

  7. Nur “billig” statt “stabil”
    Billig heißt oft: wenig Zeit, wenig Sorgfalt, hohe Fluktuation.

Mini-Checkliste: So erkennst du eine wirklich gute Büroreinigung

Wenn du eine Reinigungsfirma auswählst oder wechselst, prüfe das:

  • Gibt es einen Leistungsplan pro Bereich?

  • Ist geregelt, wie Qualität kontrolliert wird?

  • Hast du einen festen Ansprechpartner?

  • Wird sauber dokumentiert, was wann gemacht wird?

  • Gibt es klare Regeln zu Schlüssel, Alarmanlage, Datenschutz?

  • Werden Materialien oberflächenschonend eingesetzt?

  • Gibt es einen Plan für Vertretung bei Krankheit/Urlaub?

Wenn hier 3–4 Punkte fehlen, wirst du mittelfristig Ärger haben. Das ist kein Drama – aber es kostet dich Zeit, Nerven und am Ende Geld.

Büroreinigung anfragen: Was du dem Dienstleister unbedingt mitgeben solltest

Damit du ein Angebot bekommst, das stimmt (und nicht nur eine Schätzung), gib diese Infos:

  • Standort(e) und Objektart (Büro, Praxis, Kanzlei etc.)

  • Fläche + Anzahl Räume/Arbeitsplätze

  • Anzahl WCs, Küchen/Teeküchen

  • Bodenarten (Teppich, Hartboden)

  • Wunschzeiten (morgens/abends)

  • Frequenz (z. B. 3x/Woche)

  • Sonderwünsche: Glas, Teppich, Verbrauchsmaterial, Desinfektion

Das ist der Unterschied zwischen “Pi mal Daumen” und “passt wirklich”.

FAQ: Büroreinigung

Die häufigsten Fragen rund um Büroreinigung, Unterhaltsreinigung, Intervalle und Leistungen – kompakt beantwortet.

Was gehört zur Büroreinigung – und was nicht automatisch?

Zur Büroreinigung zählen meist Böden saugen/wischen, Mülleimer leeren, Sichtflächen reinigen, Küche/Teeküche grob reinigen sowie die Sanitärreinigung inkl. Nachfüllen von Verbrauchsmaterial. Nicht automatisch enthalten sind oft Fenster-/Glasreinigung, Teppich- oder Polsterreinigung und Grundreinigungen – diese sollten separat vereinbart werden.

Wie oft sollte eine Büroreinigung stattfinden?

Das hängt von Teamgröße, Kundenverkehr und Sanitär-/Küchennutzung ab. In vielen Büros funktionieren 2–5 Reinigungen pro Woche gut. Sanitär und Küche sind dabei die kritischsten Bereiche und sollten in der Regel häufiger gereinigt werden als einzelne Arbeitsplätze.

Was kostet eine professionelle Büroreinigung?

Die Kosten richten sich weniger nach “m²” allein, sondern nach Frequenz, Sanitär-/Küchenaufwand, Bodenarten, Schmutzeintrag und gewünschten Zeiten (morgens/abends). Wichtig ist ein klarer Leistungsplan – sonst werden Angebote schwer vergleichbar.

Was ist der Unterschied zwischen Büroreinigung und Unterhaltsreinigung?

Unterhaltsreinigung bezeichnet die regelmäßige, wiederkehrende Reinigung (z. B. täglich oder wöchentlich). Büroreinigung ist im Grunde Unterhaltsreinigung im Büro-Kontext – ergänzt um typische Büroflächen wie Arbeitsplätze, Meetingräume, Teeküche und Sanitärbereiche.

Kann die Reinigung außerhalb der Arbeitszeiten erfolgen?

Ja, das ist sehr üblich. Entscheidend sind klare Prozesse: Schlüssel-/Alarmregelung, Ansprechpartner, definierte Reinigungszeiten und ein Plan für Vertretung bei Ausfällen.

Wer stellt Reinigungsmittel und Material – Unternehmen oder Reinigungsfirma?

Beides ist möglich. Professionell ist meist, wenn die Reinigungsfirma Material und passende Mittel mitbringt – abgestimmt auf Oberflächen und Hygieneanforderungen. Wichtig ist Transparenz, welche Mittel eingesetzt werden, besonders bei sensiblen Bereichen.

Wie wird die Qualität der Büroreinigung sichergestellt?

Durch Checklisten (Raum für Raum), regelmäßige Sichtkontrollen, feste Ansprechpartner und eine schnelle Nachbesserungsregel. Ohne Qualitätskontrolle fällt der Standard erfahrungsgemäß früher oder später ab – egal wie gut der Start war.

Gibt es Büroreinigung auch mit Desinfektion?

Ja. Häufig werden dabei besonders Kontaktflächen (Türgriffe, Schalter, Tische, Küchenbereiche) zusätzlich desinfizierend gereinigt. Sinnvoll ist das vor allem bei hoher Fluktuation, Publikumsverkehr oder in sensiblen Umgebungen.

Wie kurzfristig kann eine Reinigungsfirma starten?

Das hängt von Kapazitäten und Objektgröße ab. Oft ist ein Start innerhalb weniger Tage möglich, wenn die Leistung klar definiert ist. Für größere Objekte oder spezielle Anforderungen (z. B. feste Zeiten, Sicherheitsbereiche) sollte etwas Vorlauf eingeplant werden.

Welche Infos braucht die Reinigungsfirma für ein genaues Angebot?

Fläche, Anzahl Arbeitsplätze, Sanitär-/Küchenanzahl, Bodenarten, gewünschte Frequenz und Reinigungszeiten. Zusätzlich helfen Angaben zu Schmutzeintrag (z. B. Winter, Baustelle, Publikumsverkehr) und gewünschten Sonderleistungen wie Glas- oder Teppichreinigung.

Was ist eine Grundreinigung – und wann braucht man sie?

Eine Grundreinigung ist eine intensive Reinigung, die über die normale Unterhaltsreinigung hinausgeht – z. B. hartnäckige Verschmutzungen, Randbereiche, Detailreinigung in Küche/Sanitär oder maschinelle Bodenpflege. Je nach Bürostandard ist das 1–4x pro Jahr sinnvoll.

Jetzt Büroreinigung professionell lösen – ohne Stress und ohne Diskussionen

Wenn du Büroreinigung sauber aufsetzt, passiert etwas sehr Angenehmes: Du denkst nicht mehr darüber nach. Es ist einfach erledigt. Und genau so soll es sein.

Wenn du möchtest, kann ich dir als nächsten Schritt auch noch:

  • eine Leistungs-Checkliste als Copy-Paste Vorlage erstellen (Büro / Küche / WC / Meetingraum),

  • plus eine kurze Angebotsstruktur, damit du Angebote objektiv vergleichen kannst.

Damit du nicht nach Bauchgefühl einkaufst, sondern nach System.

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